Das Rundlingsmuseum und sein Eingangsgebäude


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In diesem Vierständerhaus von 1823 beginnt der Rundgang über das Museumsgelände des Rundlingsmuseums Wendlandhof Lübeln. Neben der Kasse findet sich hier seit Mitte März 2016 eine große Verkaufsaustellung für kunsthandwerkliche Produkte aus der Region. Auch touristisches Infomaterial über die Erlebnisregion Wendland.Elbe ist hier erhältlich.

 

Wir wünschen viel Freude beim Sammeln neuer und alter Erkenntnisse!

 

Unsere Häuser

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Auf unserem Museumsgelände befinden sich "Niederdeutsche Hallenhäuser" in Zwei-, Drei- und Vierständerbauweise. Die Einrichtungen vermitteln den Besuchern einen lebendigen Einblick in die Lebensform ihrer einstigen Bewohner, in ihren Alltag und in ihre Arbeitswelt. Erkunden Sie bei einem Rundgang die Eigenart der historischen Gebäude - jedes für sich besitzt einen besonderen Charme, versetzt Sie in die Zeit des bäuerlichen Lebens. Möchten Sie mehr wissen über das Leben unserer Vorfahren? Fachkundige Museumsführungen für Gruppen können jederzeit gebucht werden. In den Handwerkerhäusern können Sie den Museumshandwerkern über die Schulter schauen. Die Obstscheune auf der Streuobstwiese informiert in einer künstlerisch gestalteten Austellung über die "Erlebniswelt alter Obstsorten". Spannend wird es auch hier für unsere "kleinen Museumsentdecker" - spielerisch können sie an den neu installierten E-Books in das Thema "Apfel, Birne & Co." eintauchen.

 

 

 

Heimathaus

 

4 Heimathaus links4 Heimathaus rechts

 

Mittelpunkt des Rundlingsmuseums ist das Heimathaus, ein Dreiständerhaus aus dem Jahre 1733. Im Laufe der Zeit musste es einige Umbauten hinnehmen, wobei man bemüht war, den historisch getreuen Zustand wieder herzustellen. Der Dreiständer-Schmuckgiebel gilt als besonderes Zeitdokument der wendländischen Zimmermannskunst. Das Haus wurde ohne Schornstein gebaut, ein Rauchhaus also. Das Dach wurde mit Reet eingedeckt. Die Aufteilung des Innenraums ermöglichte die Unterbringung von Mensch und Tier. In der großen Diele, der „Grot Deel“, wurde gearbeitet und gefeiert. Über der Feuerstelle spannt sich der „Schwibbogen“. Dahinter befindet sich die „Dönz“, die gute Stube, sie wurde vom Herdraum aus beheizt. Das Heimathaus vermittelt einen guten Überblick des täglichen Lebens unserer Vorfahren.

 

Trachtenhaus

 

5 Trachtenhaus links

 

Erbaut wurde das heutige Trachtenhaus im Jahre 1887 als Pferde- und Schweinestall von Johann Heinrich Saucke und Anna Maria Vick. Die umfangreiche Trachtenausstellung, die im Jahre 1986 angelegt und 1992 erweitert wurde, erhielt 2005 im neu umgebauten Trachtenhaus einen angemessenen Platz. Arbeits- und Festtagstrachten sowie Hauben und Schmuckbänder präsentieren sich in den Vitrinen. Eine besondere Auswahl und ein Rückblick der schmucken Bekleidung zu festlichen Anlässen sowie der Arbeitstracht unserer Vorfahren. Ein großer Teil der Sammlung wurde uns als Dauerleihgabe des "Wendländischen Geschichts- und Altertumsvereins" sowie aus dem Besitz der wendländischen Bevölkerung zur Verfügung gestellt.

 

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Remise

 

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Dieser historische Wagenschuppen wurde 1977 auf dem Museumsgelände nachgebaut. Er beherbergt Leiterwagen, Ackerwagen, Kutschen, Schlitten und Ackergeräte.

Töpferei

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In der heutigen Töpferei befand sich zuvor die Wasserversorgung des Dorfes Lübeln. Seit 2001 betreibt unsere Töpferin einen kleinen Werkstattladen mit Töpferscheibe, Brennofen und Verkaufsraum in dem gemütlichen Holzhaus mit hellem Sonnensegel.

Foto rechts: Susanne Josy

 

Schmiede

 

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Die Schmiede ist Mitte des 19. Jahrhunderts in Prisser bei Dannenberg entstanden. Sie gehörte der Familie Groth, die während fünf Generationen das Schmiedehandwerk ausübte. Das Gebäude wurde 1987 nach Lübeln umgesetzt und erwachte auf dem Wendlandhof mit rekonstruierter Einrichtung zu neuem Leben.

Foto rechts: Frank Horch

 

Parum Schultze Haus

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Das "Johann Parum Schultze Haus" ist ein Zweiständerhaus. Das Zweiständerhaus ist der älteste Typ der Niederdeutschen Hallenhäuser. Es wurde 1710 von dem Bauernchronisten Johann Parum Schultze in Süthen bei Küsten erbaut. Er ist für die Geschichte des Bauernstandes im Hannoverschen Wendland eine herausragende Persönlichkeit. Seine Chronik umfasst die bäuerliche Lebens- und die Arbeitswelt des Wendlandes aus und nach der Zeit des 30-jährigen Krieges. Mit seinem Werk ist Johann Parum Schultze weit über das Wendland bekannt geworden.

Der renovierungsbedürftige Zustand des Hauses und die Bekanntheit des Chronisten gaben Anlass, das "Parum Schultze Haus" auf das Museumsgelände des Wendlandhofes umzusetzen. Seit 1987 steht es in seinem ursprünglichen Erscheinungsbild in Lübeln. Durch die Darstellung „Parum Schultze und seine Zeit“ in den Innenräumen des Hauses fühlt sich der Besucher in die Anfänge des 18. Jahrhunderts versetzt.

 

Kinderaktionshaus

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Dieses ehemalige Speichergebäude von 1750 - ursprünglich aus Gühlitz - wurde im Jahre 2000 auf dem Museumsgelände unter der Mithilfe der „Berufsbildenden Schule“ aus Lüchow aufgebaut. In Mitmachprogrammen erleben kleine Museumsentdecker die vielfältigen täglichen Arbeiten, die auf einem Bauernhof zu der Zeit ihrer Urgroßeltern anfielen.

 

Flachs-Leinenhaus

 

11 Flachs Leinenhaus links 11 Flachs Leinenhaus rechts

Das Speichergebäude wurde 1989 auf dem Museumsgelände nach historischem Vorbild wieder aufgebaut. In der jetzigen Nutzung dient das Gebäude zur Darstellung der Leinenherstellung im Hannoverschen Wendland. Dieser Erwerbszweig war das zweite Standbein neben der eigentlichen Landwirtschaft. Die Lüchower „Legge“ erzielte zeitweise den höchsten Leinenumsatz im ganzen Königreich Hannover.

 

Durchfahrtscheune

 

 

12 Durchfahrtscheune links 12 Durchfahrtscheune rechts

 

Die Durchfahrtscheune wurde 1852 in Güstritz erbaut und 1980 abgebaut. Im Herbst 1989 begann der Wiederaufbau auf dem Museumsgelände. 1991 war das mit Reet eingedeckte Gebäude fertig gestellt. Die Giebelseiten haben je ein Scheunentor. Sie ermöglichten die Durchfahrt beim Einbringen der Ernte. Heute informiert in den Räumen eine Ausstellung über die Rundlinge und ihre Entstehung.

Backhaus

 

13 Backhaus links13 Backhaus rechts

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Backhaus wurde 1977 auf dem Museumsgelände aufgebaut. Das ursprünglich zum Hof gehörende wurde 1800 errichtet und fiel am 6.Januar 1899 einem Brand zum Opfer. Der jetzt vorhandene Backofen wurde an seinem früheren Standort in Köhlen abgebaut und auf dem Museumsgelände originalgetreu wieder errichtet.

Bis heute wierden darin regelmäßig nach alten Rezepten Brot und leckere Butterkuchen gebacken.

 

Obstscheune

14 Obstscheune links14 Obstscheune rechts

 

Die offizielle Einweihnung der Obstscheune erfolgte im Beisein des Niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel am 27. Oktober 2013. Umrahmt wurde diese Feier vom "Kleinen Apfeltag", einem Aktionstag, der alle zwei Jahre im Oktober auf dem Museumsgelände stattfindet. Bauträger ist der Landschaftspflegeverband Wendland-Elbetal e.V., gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen.

 

Die Obstscheune befindet sich auf der Streuobstwiese, im hinteren Teil des Museumsgeländes. Auf der Streuobstwiese stehen mehr als 50 alte Obstbaumsorten sowie Beerensträucher. Ein bunter Blühstreifen säumt die Wiese und ist für Biene, Hummel & Co ein schönes Anflugsziel.

 

Der Spatenstich für die Scheune erfolgte am 9. Juli, das Richtfest am 16. August 2013. Im Inneren befindet sich eine moderne, künstlerisch gestaltete Ausstellung rund um das Thema Obst: "Erlebniswelt alte Obstsorten" - erlebbar und erfühlbar. Während sich Erwachsene über Streuobstwiese und alte Obstsorten informieren, können "kleine Museumsentdecker" an den installierten E-Books spielerisch in das Thema eintauchen. Während der Saison finden regelmäßig Aktionen und Kurse unter fachkundiger Anleitung statt.

Informationen unter: www.route-der-alten-obstsorten-im-wendland.de

 

Baakstav

 

15 Baakstav links

15 Baakstaav rechts

 

Die Baakstav oder die Flachsröste/Darre wurde 1979 auf dem Museumsgelände nachgebaut. In ihr wurde der in der Taurotte gerottete Flachs mit Hilfe eines kleinen Ofens getrocknet. Die getrockneten Halme des Flachsstrohs waren nun bereit zur Weiterverarbeitung.

 

Bienenzaun

 

16 Bienenzaun links 16 Bienenzaun rechts a

 

Jeder Bauernhof besaß einen Bienenzaun. Das Süßen der Speisen war so eine günstige Variante. Zucker war ein Luxusprodukt, es wurde mit Honig gesüßt. Unser Bienenzaun steht seit 1979 gegenüber dem Flachs- und Leinenhaus. Die alten, aus Stroh geflochtenen Bienenkörbe sind mit einem Dach geschützt.

 

Pardemang


17 Pardemang links

 

„Pardemang“ kommt auch im Plattdeutschen vor (niederdeutsche Sprache seit dem 16. Jahrhundert). Es bedeutet Abort. Unser Pardemang ist ein Toilettenhäuschen, das auf dem Museumsgelände aufgebaut wurde.