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Das Rundlingmuseum „Wendlandhof " - Freilichtmuseum im Rundlingsdorf Lübeln

Der "Wendlandhof Lübeln" gehört zu den wenigen deutschen Freilichtmuseen, die eine natürlich gewachsene Einbindung besitzen. Seine Lage im Dorf am heutigen Platz lässt sich über 600 Jahre zurückverfolgen.

Im Rundlingsdorf Lübeln hat der Landkreis Lüchow-Dannenberg im Jahre 1972 auf Initiative des Rundlingsvereins eine nicht mehr bewirtschaftete Hofstelle erworben und in den darauf folgenden Jahren zielstrebig zu einem Mittelpunkt wendländischer Kultur aus- und umgebaut.

 

"Fast alle wendischen Dörfer sind in die Runde gebaut, und gehet ein einziger Weg hinein, durch welchen man auch wieder hinaus muss."

Dies schrieb 1740 ein Reisender, der das Wendland besuchte.

 

Die Faszination an den runden Dörfern ist bis heute ungebrochen. Doch ihr Ursprung bleibt weitgehend im Dunkeln. Meudelfitz, Dickfeitzen, Kröte, Karmitz, Thune... Die fremdartig klingenden Ortsnamen im Wendland erinnern bis heute an die lange währende slawische Besiedlung dieser Gegend. Den Eigenheiten der deutsch-slawischen Kultur, ihrer Sprache, ihres Brauchtums können die Besucher des Rundlingsmuseums ebenfalls auf den Grund gehen.

Einen Eindruck vom Leben der bäuerlichen Bevölkerung im 19. Jahrhundert vermittelt das Heimathaus, ein orginalgetreu eingerichtetes Dreiständer-Hallenhaus. Ein weiteres Gebäude ist der Herstellung von Flachs zum Leinen gewidmet. Das Trachtenhaus und ein umfangreiches Archiv beherbergen wendländische Trachten der ländlichen Bevölkerung (Arbeits- und Festtagstrachten, Hauben, Schmuckbänder). Das Parum-Schultze-Haus zeigt Leben und Werk eines der letzten noch slawisch-drawänopolabisch sprechenden Bauern und Dorfchronisten des Wendlands. Seine um etwa 1720 verfasste Chronik gibt einen anschauenden Eindruck vom dörflichen Alltagsleben im Wendland nach dem 30-jährigen Krieg.

 

Das Rundlingsmuseum zeigt in Dauerausstellungen die Themen: „Johann Parum Schultze", Ländliches Leinengewerbe, Wendländische Trachten, Entstehung und Entwicklung der Rundlinge.

Erleben Sie auf Ihrem Rundgang durch das Freilichtmuseum niederdeutsche Hallenhäuser in Zwei-, Drei- oder Vierständerbauweise, aktive Handwerkerhäuser (Schmiede, Stellmacherei, Töpferei, Backhaus), unsere neue Obstscheune mit einer modernen, künstlerisch gestalteten Austellung zum Thema "Alte Obstsorten" auf der Streuobstwiese, saisonalen Anbau alter Kulturpflanzen (Kartoffeln, Gemüse, Getreide) in Schaubeeten/Gärten, einen üppigen Bauerngarten mit Küchenkräutern und Blumen sowie einen Kräutergarten mit Heilpflanzen.

 

Herzlich willkommen im Rundlingsmuseum Wendlandhof Lübeln!

 

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Chronologie "Rundlingsmuseum Wendlandhof Lübeln"

 

1972    Ankauf der Hofstelle in Lübeln durch den Landkreis Lüchow-Dannenberg am 14. April 1972 (ehemals Hof Rustleben) auf Initiative des Rundlingsvereins e.V (gegr. 1969)

1975    Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses (Vierständerhaus von 1823, zur ehemaligen Hofstelle gehörend)

1976    Eröffnung des Heimathauses (Dreiständerhaus von 1733, zur ehemaligen Hofstelle gehörend)

Eröffnung Handwerkerhaus - ab 2006 Trachtenhaus (von 1887, zur ehemaligen Hofstelle gehörend)

1977  Errichtung des Wagenschuppens (Remise)

Errichtung des Backhauses (von 1823 aus Köhlen)

1979  Aufbau der Baakstav (Flachsdarre)

Aufbau des Bienenzauns

1982    Großbrand am Dorfgemeinschaftshaus - bis auf die Umfassungsmauern

1983    Wiedereinweihung des Dorfgemeinschaftshauses (ab 2005 Elbtalaue-Wendland-Touristik)

1984    entsteht ein kleines Museumscafé im Anbau (ab 2005 Verwaltungsgebäude)

1985  Ankauf der angrenzenden Grundstücksfläche

          von 1985 bis 1996 - kleines Freilichtmuseum

1986  Schaffung der Trachtenausstellung

1987  Einweihung „Johann Parum Schultze“ Haus (Zweiständerhaus von 1710 aus Süthen)

1988  Inbetriebnahme der Schmiede (aus Prisser)

1990  Fertigstellung des Speichergebäudes Flachs- und Leinenhaus

1991  Fertigstellung der Durchfahrtscheune (von 1852 aus Güstritz)

1992  Erweiterung der Trachtenausstellung aus der Bevölkerung und des Wendländischen

          Geschichts- und Altertumverein e.V.

1996  Aufbau der Stellmacherei (aus Lichtenberg)

1998  Umgestaltung der Durchfahrtscheune mit Dauerausstellung: Rundlingsentstehung- und entwicklung

1999  Umbenennung des Museums in Rundlingsmuseum

2000  Anlage des Kräuterrondells

          Anbau Stellmacherei

          Schleppdachanbau

          Motorraumanbau

2001  Umbau der Töpferei (ehemalige Wasserversorgung des Dorfes)

2003  Aufbau des Kinderaktionshauses (aus Gühlitz) durch die Berufsbildende Schule Lüchow (BBS)

          Förderer: BBS, Volksbank-Raiffeisen-Stiftung Hannover, Rundlingsverein e.V.

2005  Trägerschaft und Betriebsführung des Rundlingmuseums übernimmt die

          Elbtalaue-Wendland-Touristik. Hier befindet sich auch das Tourismus-Service-Center. 

          Eigentümer des Rundlingsmuseums bleibt der Landkreis Lüchow-Dannenberg.

2006  Umbau und Fertigstellung des Trachtenhauses mit Umzug der

                 umfangreichen Trachtenausstellung

2007  Göpelaufbau an der Stellmacherei

2008  Bepflanzung der Streuobstwiese mit Alten Obstsorten,

          gefördert durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung

2011  Erweiterung der Gärten (Getreideschaubeet und Gemüsegarten - “Alte

          Kulturpflanzen“, Kartoffelschaubeet „Alte Sorten“)

2012  Einweihung „Kleiner Lehrpfad für kleine Leute“, die „6 Wünsche eines

          Apfelbaumes“ durch den Landschaftspflegeverband Wendland-Elbetal e.V.

          auf der Streuobstwiese.

     2013  Baubeginn Obstscheune (9.Juli), Richtfest (16.August),

               Einweihung (27.Oktober) im Beisein des Niedersächsischen

               Umweltminister Stefan Wenzel. Bauträger: Landschaftspflegeverband

               Wendland-Elbetal e.V., gefördert durch den Europäischen Fonds für

               regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen       

     2014  Bau eines Unterstandes für Bollerwagen und Kinderlaufräder, diese wurden für

              "Kleine Museumsentdecker" von der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg gespendet

     2015  - Erneuerung des Weges zur Obstscheune/Streuobstwiese mit einer wassergebundenen Decke

               - Auf der Streuobstwiese: Bau eines Schafstalls und Weideeinzäunung mit Unterstützung

               einer Schulklasse aus Gartow, über  die Saison grasen Skudden - eine alte Landschafrasse,

               ein gefördertes Projekt des Landschaftspflegeverbands Wendland-Elbetal e.V.

              - Ende der Trägerschaft und Betriebsführung des Rundlingsmuseums

              durch die Elbtalaue-Wendland Touristik zum 31. 12. 2015

     2016    Weiterbetrieb des Museums durch den Landkreis Lüchow-Dannenberg (Eigentümer) ab 1. Januar 2016

mit Unterstützung der Ehrenamtlichen des Rundlingsvereins und einer Kunsthandwerkerguppe, die die Öffnungszeiten des Museums gewährleisten.

Seit dem 6. Juni 2016 ist Dr. Manfred Fortmann kommissarischer Leiter des Rundlingsmuseums Wendlandhof Lübeln.