Willkommen in unserer Welt

Wo Land und Leben sich im Rundling treffen

Für uns im Wendland sind Rundlinge so alltäglich wie selbstverständlich. Erzählt man jedoch Menschen aus etwa Hannover oder Hamburg etwas vom Rundlingsmuseum Wendland, so fragen sie oft zurück: Museum für Rundlinge? Steine oder Schallplatten? Berichtet man dann weiter, es handele sich um eine ebenso einzigartige wie merkwürdige Dorfform, werden die Augen groß. Und noch größer, wenn sich Interessierte aus der Ferne auf den Weg ins Wendland gemacht haben und sich das Ganze mal live angucken.

Denn es ist so: Viele dieser Dörfer sind ziemlich merkwürdig und europaweit einzigartig – sie sind rund. Daher nennen wir sie Rundlinge. Die Häuser stehen sich mit ihren Fachwerk-Prunkgiebeln um einen Dorfplatz herum gegenüber, sozusagen von Angesicht zu Angesicht. Sehr speziell, ein Anblick, den Sie nicht vergessen werden.

Wie unser Name also bereits sagt, dreht sich bei uns alles um Rundlinge. Dabei ist die Erforschung und Darstellung dieser Siedlungsform eine Sache, eine andere, dass Sie diese wunderbare, rätselhafte Form des Zusammenlebens im Dorf hier und heute erleben können. Hier heißt: Kommen Sie ins Wendland. Heute: Machen Sie sich auf den Weg nach Lübeln als Start in diesen einmaligen Landstrich.

In den letzten Jahrzenten enstand an originaler Hofstelle von 1733 in Lübeln bei Lüchow unser Freilichtmuseum mit dem originalen Dreiständer-Bauernhaus samt Deel und Dönz, Ställen und Stiegen. Hinzu gesellen sich etliche historische Gebäude aus dem Wendland, die hierher versetzt wurden: das Zweiständer-Haus des Wendland-Chronisten Johann Parum-Schultze von 1710 aus Süthen, die Schmiede, das Flachs-und-Leinen-Haus oder das Backhaus von 1800: hier sowie in der Töpferei, im Trachtenhaus oder der Stellmacherei sind Sie umgeben von alten Handwerken, Traditionen und Techniken

Unsere Dauerausstellungen widmen sich den Rundlingen, dem Leben im Wendland zu Parum-Schultzes Zeiten vor 300 Jahren, wendländischen Trachten, dem Flachs- und Leinengewerbe, Hut- und Haubenschachteln sowie den Rundlingsdörfern in fantastischen frühen Fotografien aus dem Wendland um 1865. Hinzu kommt eine Streuobstwiese aus dem Projekt »Route der alten Obstsorten« mit einer Obstscheune, die auch als Vorführküche und Seminarraum dient. In einem „Kinderaktionshaus“ werden Ferienprogramme und Schulprojekte durchgeführt; Schaugärten, Barfußrunding und Kräuterrondell bieten Einblick in Natur erleben, Heilkunde und Ernährung.

Erleben Sie dies und mehr im Rundlingsmuseum Wendland – wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Foto: Klaus Mayhack